METAKOGNITIVE THERAPIE, PSYCHOTHERAPIE, MENTALE GESUNDHEIT, ACHTSAMKEIT, MENTALES WOHLBEFINDEN
Ein Überblick über die metakognitive Therapie
Ein psychotherapeutischer Ansatz, um metakognitive Überzeugungen zu verändern.

Metakognitive Therapie und kognitives Aufmerksamkeitssyndrom (CAS)
Metakognitive Therapie ist eine Psychotherapie-Methode, die von Dr. Adrian Wells, einem Psychologen und Professor an der University of Manchester, entwickelt wurde. Diese wissenschaftlich fundierte Herangehensweise geht davon aus, dass nicht die negativen Gedanken selbst unser Wohlbefinden beeinträchtigen, sondern wie viel Aufmerksamkeit und Zeit wir damit verbringen, uns Sorgen zu machen, zu grübeln und diese Gedanken zu bearbeiten. Dieses Phänomen nennt man kognitives Aufmerksamkeits-Syndrom (CAS), das einen großen Einfluss auf verschiedene psychische Probleme wie Nervosität und Traurigkeit hat.
Die Ziele der metakognitiven Therapie
Das Ziel der metakognitiven Therapie ist es, CAS zu reduzieren, um die Symptome von Nervosität und Traurigkeit zu minimieren oder ganz zu beseitigen und zu verhindern, dass sie in Zukunft wieder auftreten. Wenn du mehr über CAS lernst, kannst du es frühzeitig erkennen und etwas dagegen unternehmen. So kannst du die Kontrolle über deine mentale Gesundheit übernehmen, genauso wie du es bei deiner körperlichen Gesundheit tun würdest. Außerdem kannst du, wenn du über CAS Bescheid weißt, auch anderen dabei helfen, es zu erkennen und damit umzugehen.
Metakognitive Therapie ist eine Methode, die dir dabei hilft, deine Überzeugungen über das Denken zu verändern und das ständige Grübeln zu reduzieren. Dadurch kannst du dein mentales Wohlbefinden stärken und Nervosität oder Traurigkeit vorbeugen.
Das kognitive Aufmerksamkeitssyndrom (CAS) definieren und seine Verbindung zu metakognitiven Überzeugungen verstehen.
CAS zeichnet sich dadurch aus, dass man sich übermäßig auf zeitaufwändige Sorgen über die Zukunft und das Grübeln über die Vergangenheit konzentriert, sowie auf negative Gedanken über sich selbst und andere. Es beinhaltet auch wenig hilfreiche Strategien wie zu viel Aufmerksamkeit auf mögliche Bedrohungen, ständiges Überwachen von Körper und Geist, das Unterdrücken von Gedanken und Vermeidungsverhalten. CAS entsteht und bleibt bestehen durch metakognitive Überzeugungen. Deshalb setzt die metakognitive Therapie genau dort an, um diese Überzeugungen zu verändern.
Metakognitive Überzeugungen verändern und Fähigkeiten verbessern
Das Hauptziel der metakognitiven Therapie ist es, die metakognitiven Überzeugungen zu verändern, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung von CAS beitragen. Weitere Ziele sind, dir zu helfen, unwirksame Strategien zu erkennen, deine Aufmerksamkeit gezielt zu steuern und passende Wege im Umgang mit Gedanken und Denkprozessen zu trainieren. Außerdem geht es darum, das Üben von distanzierter Achtsamkeit, also das passive Beobachten von Gedanken, inneren Bildern, Gefühlen und körperlichen Symptomen, in deinen Alltag zu integrieren.
Ein tool-basierter, sanfter Ansatz zur Verbesserung der mentalen Gesundheit.
Metakognitive Therapie ist eine methodenbasierte Herangehensweise, bei der vor allem vermittelt und durch eigene Erfahrungen geübt wird. Sie ist sanft und legt den Fokus auf konkrete, gezielte Handlungen. Diese Therapieform hilft effektiv bei seelischen Problemen wie Nervosität und Traurigkeit. Sie wirkt meist recht schnell, sodass du bald Verbesserungen deines Wohlbefindens spüren kannst, und sie ist transdiagnostisch – das heißt, sie kann bei vielen unterschiedlichen seelischen Schwierigkeiten eingesetzt werden.
Insgesamt ist die metakognitive Therapie ein vielversprechender Ansatz, um die mentale Gesundheit zu stärken, indem sie metakognitive Überzeugungen verändert und CAS reduziert.